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Cambine/Mosambik:

Im Jahr 2003 ist die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Lage gemeinsam mit der evangelisch-methodistischen Kirchengemeinde Lage eine Partnerschaft mit der Kirchengemeinde Cambine in Mosambik und der örtlichen Missionsstation eingegangen.

Cambine ist eine alte Missionsstation – ca. 500 km nördlich der Hauptstadt Maputo. Zum Einzugsgebiet von Cambine gehören ca. 4000 Menschen. Mosambik zählt zu den 10 ärmsten Ländern der Welt. Bis Anfang der neunziger Jahre wütete ein blutiger Bürgerkrieg in Mosambik. Bis heute leidet das Land unter den Folgen: Minen, Kriegswaisen, wirtschaftliche Not.

Im Rahmen der Partnerschaft zwischen Lage und Cambine geht es um den lebendigen Austausch zwischen Christen aus den drei Gemeinden: Anteilnahme am Leben und Glauben der Partner, Kontakt und Gebet für den Partner und materielle Hilfe beim Aufbau der Infrastruktur in Cambine.
„Glauben gemeinsam leben“ ist das Motto der Partnerschaft.

Ansprechpartnerin für die Partnerschaft ist Pfarrer Richard Krause, Tel.: 05232-4010.

 


 Aktuelles


 

Renate und Claus Härtner sind das neue Missionsehepaar

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Das Missionarsehepaar Claudia und Thomas Günther hat nach Beendigung ihres Einsatzes im September Cambine verlassen. Im August hatten sie noch dem neuen Missionarsehepaar Renate und Claus Härtner beim Start geholfen. Bei einem ersten Gedankenaustausch Ende Mai konnten wir Ehepaar Härtners hier in Lage kennenlernen. Wir freuen uns schon auf die gute und vielversprechende Zusammenarbeit.
Und hier ist ihr erster Bericht:

Wir sind jetzt seit sechs Wochen hier in Cambine und versuchen, die Arbeit von Ehepaar Günther einesteils fortzuführen, andernteils auch neue Akzente zu setzen. Renate (50, Logopädin) arbeitet in den Waisenhäusern mit (vorerst Einkauf, Abrechnung) und Claus (55, Pastor und Orthopädietechnikermeister) soll das Landwirtschaftsprogramm und die Schreinerei, die zur Berufsschule gehört, unterstützen (Verwaltung, Abrechnung) und zunehmend auch den Direktor der gesamten Mission, Julio Vilanculos, zu entlasten. Unsere beiden Söhne (Jonas, 25 und Joel, 23) haben wir zuhause gelassen. Sie studieren. Wir sind dabei uns langsam an unsere vielseitige Arbeit zu gewöhnen, freuen uns über die fröhlichen Menschen, die lebendigen Gottesdienste, das enorme Engagement derer, die unter diesen Bedingungen hier ihre täglich Arbeit tun um Pastorinnen und Pastoren auszubilden, die vielen Schülerinnen und Schüler zu unterrichten und die Armut der Menschen auszuhalten.

Das ist es auch, was uns am meisten beschäftigt: die enorme Armut und der Mangel an Möglichkeiten, diese zu beenden. Aber im Vertrauen auf Gottes Hilfe, der Wege sieht, die wir nicht einmal erahnen, versuchen wir die Herausforderungen jedes Tages zu meistern. Alles ist für uns noch fremd: die Sprache, die Menschen, das Klima, das Essen, das Land, die Einkaufsmöglichkeiten, die bürokratischen Hürden und vieles mehr. Aber jeden Tag lernen wir ein wenig dazu.

Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit betend und gebend unterstützen. Die Menschen hier sind es wert!

 


Bauarbeiten am Waisenhaus

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Die Bauarbeiten werden noch nicht abgeschlossen sein wenn Claudia und Thomas Günther im September diesen Jahres Cambine verlassen. Das Projekt wird die Nachfolger Claus und Renate Härtner in Ihrer Anfangszeit – sie sind ab August dieses Jahres in Cambine – noch eine Weile begleiten. Das erste neue Haus kann bald bezogen werden, im zweiten neuen Haus läuft der Innenausbau. In jedem der beiden neuen Wohnhäuser soll eine Hausmutter mit bis zu zehn Kindern leben. Beim dazugehörigen Sanitätsgebäude werden gerade die Wände hoch gezogen. Das Sanitärgebäude bietet 20 Kindern Toiletten und Waschgelegenheiten. Für dieses Gebäude ist eine thermische Solaranlage geplant. Gemeinschaftlich werden wir zu gegebener Zeit die Planung und Durchführung unterstützen.


Nelly und Nelsa machen Mode

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Die Guambe Sisters sind einer Einladung der KfW Bank zum Thema WOLLE AUS AFRIKA (Cotton Made In Afrika) Ende September gefolgt. Sie konnten dort ihr persönliches und relativ neues Kleiderprojekt aus Mosambik präsentieren.
MIMA-TE: kreative und nachhaltige Mode aus Mosambik. www.mimate-maputo.de
Rena und Andrea Stemberg haben sie besuchen dürfen und waren für ein paar Stunden Gäste bei dieser Veranstaltung. Nelly und Nelsa konnten mit Unterstützung ihre selbst designten Kleider für Frauen an Models präsentieren. Sie haben sehr viel Beifall geerntet! Ihr gemeinsames Ziel: neue Strukturen in Mosambik schaffen und leben. Ihr großes Ziel: Diese Kleidung über Afrikas Grenzen hinaus zu vermarkten und Arbeitsplätze für Menschen aus Maputo bzw Mosambik zu schaffen!

 

Cambinestand auf dem Weihnachtsmarkt – MithelferInnen gesucht

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Wir brauchen Helfer und Unterstützer für unseren Weihnachtsmarktstand. Wer hat Spaß Standzeiten mit zu übernehmen?
Täglich, einschließlich sonntags, nachmittags von 15:00 bis 19:00 jeweils zwei Schichten, zusätzlich an Markttagen ( dienstags und freitags) vormittags von 9:00 bis 13:00 jeweils zwei Schichten.
Geplant ist für freitags und sonntags ein kleines schokoladiges Vergnügen.
Wir freuen uns über Rückmeldungen auf folgende Mailadressen:
HBehnisch@gmx.de oder a.wittenborn@stemberg-solar.de
mit der Anmerkung: Weihnachtsmarktstand.


 Geschichte


 

Workcamp 2005

Können Sie sich vorstellen wie man auf einer Reise 2 Mal nach Afrika kommen kann?
Ganz einfach.
Werner Hutfilter, Rolf Kirchhof, Klaus Dörr und Andreas Stemberg haben sich am 21.03.2005 auf den Weg in eines der ärmsten Länder der Welt, nach Mosambik gemacht, um dort unsere Partnergemeinde in Cambine zu besuchen. Wir sind in Johannesburg in Südafrika gelandet. Dort sind wir das erste Mal in Afrika. Aber es gibt vieles von dem was es auch bei uns gibt, Geschäfte mit vielen Waren, Hotels, Autos und Straßen wie wir es aus Europa kennen. Mit einem Pick Up, den wir für die spätere Arbeit und den Transport in Mosambik brauchen, fahren wir dann ohne große Zeitverzögerung in Richtung der Grenze von Mosambik. Da wir unser erstes Etappenziel Maputo vor Eintreffen der Dunkelheit nicht erreichen können, machen wir noch einen kurzen Zwischenstopp in Nelspruit auf südafrikanischer Seite.
Und dann kommen wir zum 2. Mal nach Afrika. An dem Grenzübergangspunkt Ressano Garcia ändert sich das Bild, der Geruch und die Menschen. Hier gibt es keine Menschen mit weißer Hautfarbe mehr. Die Stände mit Früchten, die überall an der Straße angeboten wurden, liegen hier auf der Erde, so werden Orangen, Mango, Papaya und vieles mehr zu kleinen Häufchen aufgetürmt und zum Verkauf angeboten. Der Betrieb tausender kleiner Feuerstellen gibt der Luft einen ganz besonderen „afrikanischen“ Geruch.

Die Zollformalitäten dauern rund 1,5 Stunden. Danach sind wir etwas ärmer und um Erfahrungen reicher.
Die weitere Fahrt nach Maputo, der Hauptstadt Mosambiks verläuft völlig problemlos und wir kommen wohlbehalten an. Unsere eigentliche Arbeit, das zuvor aus Lage abgeschickte Material mit Hilfe des Bischofsbüros 1. aus dem Zoll zu holen und dann 2. damit nach Cambine zu fahren, kann beginnen, nur der 1. Teil zieht sich etwas.
Das Bischofsbüro hat noch nicht viel Arbeit investiert und so dauert es etwas bis wir nach dem Kennenlernen div. Büros und wichtiger Menschen nach einigen Tagen endlich unser Material aus dem Zoll entgegennehmen können.
Da wir Ostern nun in Maputo sind, ergeben sich für uns zahlreiche Gelegenheiten an Gottesdiensten teil zu nehmen. Keine Kirche, die nicht übervoll ist. Viele Menschen sitzen auf der Erde und das bei afrikanischen Gottesdienstverhältnissen. Nicht unter zwei Stunden (der längste Gottesdienst dauerte 3,5 Stunden) und mindestens 40 Grad unter einem einfachen Wellblechdach.
Nun konnten wir unsere weitere Reise in den Norden fort setzen. Da wir das Material kurz nach Mittag erhalten, war es nicht mehr möglich, das fast 600 km weiter nördlich liegende Cambine über zum Teil nicht so vertrauenserweckende Straßen zu erreichen. Unser Freund und Begleiter Pedro aus Maputo verstärkt jetzt unser Team. Er spricht Deutsch und steht uns in Cambine als Übersetzter zur Verfügung. Von Maputo im Süden bis Cambine gibt es zwar eine überwiegend (bis auf das letzte Stück) asphaltierte Straße, die hat aber viele große Löcher. Das reduziert die Geschwindigkeit erheblich, zumal wir jetzt unsere Kiste mit 650 kg Gepäck auf dem Auto haben. Mit einer Zwischenübernachtung erreichen wir am Mittwoch, den 30.03.2005, Cambine.

Wir werden als alte Bekannte begrüßt, weil drei von uns schon ein mal mit in Cambine waren. Trotzdem haben sich auch jetzt schon wieder einige Dinge in Cambine weiter entwickelt. Das Landwirtschaftsprogramm hat in der Zwischenzeit einiges an Tiernachwuchs, Annanas stehen in Reih und Glied und sehen zum Anbeißen aus. Außerdem gibt es einen neuen großen Wasserbehälter, in Erwartung dass bald Wasser für die Bewässerung gepumpt werden kann.
Durch die lange Wartezeit im Zoll von Maputo ist unsere Zeit für Cambine sehr kurz geworden, deshalb beginnen wir gleich mit unserer Arbeit und packen erst mal mit Pastor Angelo, Obadias und vielen anderen Helfern unser mitgebrachtes Material vom Auto ab. Die Holzkiste hat es so gerade geschafft, weiter wären wir mir ihr auch nicht gekommen. Bis auf einige wenige von 400 mitgebrachten Marmeladengläsern, haben wir keine Verluste zu beklagen. Es ist alles gut angekommen. Nun ist der erste Tag auch schon zu Ende und wir müssen unsere Zimmer bei den Gastfamilien beziehen. Seit dem Familie Müller nicht mehr in Cambine lebt, gibt es dort keine Weißen mehr, aber ein brasilianisches Pastorenehepaar als Nachfolger. Dort und bei Pastor Angelo werden wir fünf einquartiert.
In Afrika bricht die Dunkelheit um Punkt 18:00 Uhr in Windeseile herein. Und es ist wirklich dunkel im Busch. Anders als in Europa kann man die Hand vor Augen nicht sehen. In Cambine gibt es bis auf rund zehn solarbeleuchtete Häuser keinen Strom. Sobald die Sonne untergegangen ist, kann man dann mit bloßem Auge am Sternenhimmel jede Menge Milchstraßen erkennen, Satelliten durchkreuzen immer wieder das Bild.

In den kommenden vier Tagen installieren wir mehrere Solaranlagen, installieren zusammen mit den Cambinern zwei neue Wasserpumpen und reparieren mit dem mitgebrachten Material den Wasserkraftgenerator. Unser Küchenteam, Rolf Kirchhof und Klaus Dörr, fangen sofort mit der Einrichtung ihrer Marmeladenküche an. Die Marmelade stößt auf großes Interesse. Cambine hat einen Marmeladenbeauftragten berufen. Zusammen mit ihm, seinem Gehilfen und vielen anderen Interessierten gehen die ersten Versuche mit afrikanischen Papayas los und es gelingt hervorragend. Verschiedene Mixturen werden getestet und für gut befunden. Ein Grundstein ist gelegt. Da wir nur so kurze Zeit in Cambine bleiben konnten, haben wir uns halt noch etwas an Arbeit für das nächste Mal übrig gelassen.

Die kurze Zeit bei unseren Brüdern und Schwestern in unserer Partnergemeinde in Cambine war aber trotzdem wunderbar und reich an Erfahrungen. Die Menschen in Cambine sind unendlich dankbar für das gemeinsam Erreichte und bitten darum, sie nicht zu vergessen und wieder zurück zu kommen.

 


 

CDU verkauft Ostereier für Cambine

Am Gründonnerstag 2006 veranstalteten die Stadtverbände der CDU und die JU Lage ihre alljährliche Ostereierverkaufsaktion. In diesem Jahr kommt der Erlös der Cambinepartnerschaft unserer Gemeinde zugute. Pfarrer Lars Kirchhof, selbst am Stand anwesend, dankte CDU Stadtverbandsvorsitzendem Michael Biermann ausdrücklich für die Aktion und versprach, nach dem diesjährigen Einsatz im Juli in Cambine einen Bericht über die Verwendung des Geldes zu geben.

 


 

Begeisternder Empfang in Mosambik

„Bem Vindo“ (Herzlich Willkommen) hieß es im Juli 2006 immer wieder für die 23 Lagenser aus der evangelisch-methodistischen und der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Lage. Ende Juni hatten sie sich zum Besuch ihrer Partnergemeinde in Cambine auf den Weg gemacht.

Von Frankfurt ging es über Johannesburg / Südafrika zunächst in die mosambikanische Hauptstadt Maputo. Viele Spuren aus der reichen portugiesischen Kolonialzeit gab es hier zu entdecken. Auf den Spuren des schwedischen Romanautors Henning Mankell wurden manche Orte entdeckt, an denen seine Romane spielen. Der Besuch des von ihm gegründeten und betriebenen Teatro Avenida war ein besonderer Höhepunkt. Doch nach zwei Tagen hieß es dann, sich auf den beschwerlichen Weg in die Partnergemeinde nach Cambine zu machen. 500 km entfernt von der Hauptstadt, mitten im mosambikanischen Busch, gelegen war das Ziel nach zwei Tagen erreicht und das „Bem Vindo“ erklang aus vielen Mündern. Mit Liedern, Blumenketten und einem reichen Essen wurden die Lagenser empfangen; ein Ritual, das sich noch viele Male in Kirchen, privaten Wohnhäusern und Gästehäusern wiederholen sollte. Eine echte Partnerschaft war in den vergangenen Jahren gewachsen! ….

 


Hoher Besuch aus Mosambik

Vom 16.-18. August 2007 konnten die evangelisch-lutherische und die evangelisch-methodistische Kirchengemeinde Lage hohen Besuch aus Afrika begrüßen. Zu Gast war der Bischof der evangelisch-methodistischen Kirche Mosambiks, Bischof Machado. Von einer Bischofskonferenz in Wuppertal kommend war es ihm ein Anliegen, die jahrelangen Partner einmal in ihrem Land zu besuchen. Seit vielen Jahren gibt es eine intensive Partnerschaft zwischen den beiden Lagenser Kirchengemeinden und der methodistischen Gemeinde in Cambine / Mosambik.
Nach einem gemütlichen Zusammensein mit dem Partnerschafts-Arbeitskreis in Lage am Donnerstagabend, standen am Freitag Begegnungen auf dem Programm: Einem Gespräch mit dem Stadtkonvent der Lagenser Kirchengemeinden am Morgen folgte ein Treffen mit dem lutherischen Superintendenten, Andreas Lange, in Lemgo (siehe Foto). Am Nachmittag folgte ein Besuch der Krankenhausseelsorge in Detmold. Ein kleines touristisches Programm in Lippe rundete den Besuch am Samstag ab. Dieser Besuch eines hochrangigen kirchlichen Vertreters aus Mosambik wird die Partnerschaft der drei Kirchengemeinden stärken. Mehrfach betonte Bischof Machado wie wichtig ihm diese Partnerschaft ist.

 


 

Mosambikaner erleben Sommer 2007 in Lage

„Das soll Sommer sein?“ fragten die weitgereisten Gäste aus Cambine, der Partnergemeinde der evangelisch-lutherischen und der evangelisch-methodistischen Gemeinde Lage. Drei Wochen waren Zeferino Massicame, Dieudonne Karihano und Pedro Mahumane seit Ende August in Deutschland – zwei Wochen davon in Lage. Nach vier Jahren Partnerschaft, Begegnungsreisen und Workcamps von Lagensern in Mosambik war es der erste Besuch aus der Partnergemeinde. Entsprechend freudig wurden sie in Lage willkommen geheißen. Viele Gemeindeglieder hatten sich lange auf den Besuch gefreut und waren neugierig, die Gäste persönlich kennen zu lernen. Bei den Gemeindefesten der beiden Lagenser Gemeinden, bei Besuchen in Gottesdiensten und Gruppen der Gemeinde bestand dazu reichlich Gelegenheit. Daneben besuchten die Gäste Firmen, Schulen und Arbeitsbereiche, um für ihre eigene Arbeit in Mosambik in der Schule oder in der Landwirtschaft weitere Anregungen mitzunehmen. Ein Besuch voller Begegnungen war die Reise für die Gäste. Viele Einladungen zum Gegenbesuch wurden ausgesprochen. Und so war man beim Abschied sicher, dass es ein Wiedersehen geben wird – das nächste Mal in Cambine. Das einzige, was den Reisenden große Schwierigkeiten bereitete, war, dass die Kleidung gar nicht dick genug sein konnte, um im deutschen Sommer nicht zu frieren – und das, obwohl in Mosambik zur Zeit Winter ist.
In den nächsten Tagen wird der Arbeitskreis „Cambine“ nun den Besuch auswerten und konkrete Planungen für die Zukunft beginnen.

 


 

Begegnungsreise 2009 – Glauben gemeinsam leben

Drei schöne und spannende Wochen lagen hinter acht Lippern, zum Großteil aus Lage, die am 31. Juli aus Mosambik zurückkehrten. Gemeinsam mit weiteren sieben Reisenden aus anderen Teilen Deutschlands, waren die Mitglieder der evangelisch-lutherischen und der evangelisch-methodistischen Kirchengemeinde Lage drei Wochen zuvor in die Partnergemeinde Cambine gestartet.
Nach der Landung im südafrikanischen Johannesburg ging es mit drei geländegängigen PKW’s durch Südafrika in die mosambikanische Hauptstadt Maputo. Einen ersten kleinen Eindruck von Afrika erfuhren die Besucher hier bei einem Streifzug durch die quirlige Millionenstadt am Indischen Ozean. Nach letzten Einkäufen und Besorgungen für die nächsten Tage hieß es dann aufzubrechen in das zum Teil noch ursprüngliche Hinterland Mosambiks. „Wir verlassen Südafrika und Maputo und merken langsam immer deutlicher, dass das, was wir bisher gesehen haben, nicht das wirkliche Afrika war“, schreibt eine Teilnehmerin in das Reisetagebuch. Nach insgesamt dreieinhalb Tagen Anreise werden die deutschen Gäste schließlich in der Partnergemeinde in Cambine mit afrikanischen Gesängen und Tänzen begrüßt. Sechs Jahre intensive Partnerschaft haben mittlerweile echte Beziehungen wachsen lassen und das Wiedersehen wird jedes Mal gefeiert.

Unter dem Motto „Glauben gemeinsam leben“ arbeiteten in diesem Jahr die Besucher aus Deutschland 12 Tage gemeinsam mit ihren mosambikanischen Partnern in verschiedenen Projekten: im theologischen Studienseminar der Gemeinde, im Waisenhaus für Kinder, die ihre Eltern durch Aids oder andere traurige Umstände verloren haben, im Kindergarten, in technischen Projekten zur Stromversorgung durch Solarenergie und in der Krankenstation des Ortes. Gemeinsam wurden Wege der Zusammenarbeit und Lösungen für Probleme gesucht, gemeinsam wurden Gespräche über den Glauben geführt. Intensive Begegnungen fanden so statt, für die alle nach Ablauf der Tage in Cambine dankbar waren. Ausflüge, Sport und Spiel, Musizieren und Gottesdienste rundeten das Programm in der Partnergemeinde ab, das Pfarrer Lars Kirchhof und Dipl.-Ing. Andreas Stemberg von der evangelisch-lutherischen Gemeinde und Helmut Behnisch von der evangelisch-methodistischen Gemeinde gemeinsam mit den mosambikanischen Partnern vorbereitet hatten.
Drei erholsame Tage am Indischen Ozean, ein Besuch eines Wildreservats im Süden Mosambiks und Fahrten durch das noch ursprüngliche Hinterland rundeten die spannende Reise ab. Es waren drei Wochen, die wie im Flug vorbei gingen.

Mehr Fotos im Fotoalbum unter „So war’s“.

 


Cambine Initiative ausgezeichnet

Seit vielen Jahren engagieren sich die evangelisch-methodistische und die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Lage in Cambine / Mosambik. Im Rahmen ihrer ökumenischen Gemeindepartnerschaft sind eine Reihe von Projekten gestartet worden, deren Ziel es ist, die Lebensumstände der Menschen in Cambine ein wenig zu verbessern. So wurden Solarprojekte gestartet, die Versorgung mit sauberem Trinkwasser ausgebaut, gemeinsam im örtlichen Waisenhaus und Kindergarten gearbeitet und mit den Studierenden des theologischen Seminars studiert. Echte Beziehungen sind in den letzten Jahren gewachsen.

Am 14. November 2009 erhielt die Cambinehilfe nun eine besondere Auszeichnung. Anlässlich des 20-jährigen Bestehens des St. Martin Ordens hat diese Organisation eine Auszeichnung geschaffen, mit der Initiativen und Vereine ausgezeichnet werden sollen, die sich ähnlich wie der Orden selbst in sozialen Projekten engagieren – möglichst mit einem baufachlichen Charakter. Vorbild ist das Handeln des Martin von Tours, der einer Erzählung nach seinen Mantel teilte, als er einen armen unbekleideten Mann sah. Die Hälfte gab er dem Bettler.
Die Cambine Initiative wurde nun als erste Initiative in einem feierlichen Rahmen im Gemeindehaus der katholischen Kirchengemeinde Detmold ausgezeichnet. Der Gründer und langjährige Vorsitzende Dipl. Ing. H.W. Wehrmann hob in seiner Laudatio die Tatsache hervor, dass die Verantwortlichen der Cambine Initiative bereit sind, anderen Menschen in schwieriger Situation selbstlos zu helfen. Der Aspekt der christlichen Nächstenliebe spiele hierbei eine große Rolle. Und das ganze geschehe eben über Jahre hinweg, gut organisiert, und mit einem breiten Programm, dass viele erreicht.
H.W. Wehrmann übergab den Preis – die Franz Josef Federsel – Ehrenmedaille – gemeinsam mit seinem Sohn, dem neuen ersten Vorsitzenden des Ordens Markus Wehrmann. Sie ist mit einem Geldpreis verbunden. Stellvertretend für die vielen Mitarbeitenden der Inititiative nahmen Pfarrer Lars Kirchhof, Elke Kirchhof, Helmut Behnisch und Margret Behnisch den Preis entgegen.

 

 


 Aktuelles


 

Aus dem warmen Cambine ins kalte Deutschland

„In Deutschland ist es schrecklich kalt!“, so stellte Maisa Gomez bei ihrem ersten Besuch in Deutschland fest. Vier Wochen hat sich die gebürtige Brasilianerin in Deutschland aufgehalten, davon viele Tage in der evangelisch-lutherischen und der evangelisch-methodistischen Kirchengemeinde Lage. Seit vier Jahren arbeitet die gelernte Pastorin im theologischen Seminar in Cambine in Mosambik als Dozenten und bildet junge Mosambikanerinnen und Mosambikaner zu Pastoren aus. Ihr Besuch in Lage diente dazu, die Partnerschaft der beiden Lagenser Kirchengemeinden mit der Partnergemeinde in Cambine zu vertiefen. So besuchte sie Gemeindegruppen, um über die aktuelle Situation in Cambine zu berichten und gleichzeitig neue Anregungen für ihren Dienst in Mosambik mitzunehmen. Gespräche über zukünftige Projekte wurden geführt und immer wieder erklang die Einladung, möglichst bald wieder mit einer Gruppe aus Lage nach Cambine zu kommen, um dort nicht nur begonnene Projekte fort zu führen, sondern auch die bestehenden persönlichen Beziehungen auszubauen und weltweite Gemeinde zu bauen. So war es auch im Gottesdienst am 17. Oktober 2010 in der Heilig-Geist-Kirche in der Predigt von Maisa Gomez zu hören. Anhand der Erzählung von der Speisung der 5000 (Matthäus 14) verdeutlichte sie: „Gott liebt uns. Gott sorgt sich um uns und Gott möchte durch uns seine Liebe weitergeben!“
Viele Gespräche, persönliche Besuche und ein buntes Cambinefest rundeten das Programm ab.
Während es für Maisa Gomez nach ihrem Aufenthalt in Deutschland weiter in die warme Heimat nach Brasilien ging, haben in Lage die weiteren Planungen für die Partnerschaft mit der Gemeinde in Cambine im Jahr 2011 begonnen.

 


Besuch aus Cambine

Am letzten Märzwochenende empfingen die evangelisch-methodistische und evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Lage Besuch aus ihrer Partnergemeinde Cambine. Claudia und Thomas Günther, die seit 2008 in Cambine arbeiten, machten im Rahmen ihrer Deutschlandreise Station in Lage, um den vielen Cambinefreunden von ihrer Arbeit und der aktuellen Situation in Cambine zu berichten.
Am Sonntag, dem 28. März feierten die beiden Lagenser Kirchengemeinden aus diesem Grund gemeinsam ihren Gottesdienst in der methodistischen Erlöserkirche und viele waren gekommen. Thomas Günther berichtete über seine Arbeit im theologischen Seminar und den enormen Anstrengungen, die die Studentinnen und Studenten dort unternehmen, da sie neben dem Studium auch immer noch etwas für ihr Auskommen tun müssen, in dem sie auf dem Feld arbeiten. Gleichzeitig wissen sie aber nicht, ob sie jemals eine bezahlte Stelle antreten können. Claudia Günther ist zur Zeit für die Buchhaltung im Waisenhaus verantwortlich. Dort wird versucht, die Situation der Waisenkinder zu verbessern, in dem die Betreuungsstruktur umgestellt wird.
Pfarrer Lars Kirchhof, Andreas Stemberg und Helmut Behnisch nutzen den Aufenthalt von Günthers gleichzeitig, um mögliche zukünftige Projekte zu erörtern. Nach einem vielfältigen Mittagsbuffet, zu dem alle Gemeindeglieder etwas mitgebracht hatten, verabschiedeten sich die Gäste in der Hoffnung sich bald wieder zu treffen – in Deutschland oder in Cambine.

 


Erfolgreicher Studienabschluss in Pretoria

Seit dem Jahr 2006 unterstützen die evangelisch-methodistische und die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Lage Nelly Guambe und Nelsa Jacobs aus Mosambik finanziell während ihres Studiums in Südafrika. Während vergangener Reisen und Projekte in Mosambik haben die beiden jungen Frauen die Lagenser sprachlich und organisatorisch sehr unterstützt. Am 4. Januar erreichte uns nun die gute Nachricht, dass Nelly Guambe ihr Studium erfolgreich mit dem Bachelor abgeschlossen hat.

Sie schreibt:
„ ….. Ich wollte Euch von meinem erfolgreichen Studienabschluss berichten. Trotz doppelter Arbeit durch GTZ-Praktikum (Anmerkung: Gesellschaft für technische Zusammenarbeit) und Uni im letzten Semester, habe ich meinen Bachelor (B.A.) in „International Relations and Diplomacy“ abgeschlossen. Die Abschlussergebnisse erreichten mich Ende Dezember. Meine letzten 4 Examen habe ich teilweise sogar mit Auszeichnung bestanden. Jetzt bin ich sehr glücklich und auch ein bisschen stolz.

Ich bin euch sehr dankbar für eure ganze Unterstützung. Ohne eure Hilfe wäre mein Studienabschluss nicht so schnell möglich gewesen. Vielen herzlichen Dank!!! – Bitte leitet meinen Dank auch an den Rest der Gemeinde weiter. Ich hoffe sehr, dass ich meine erworbene Bildung sinnvoll nutzen kann und freue mich auf die nächsten, nun ermöglichten, Schritte.

Nach meinem B.A. würde ich gerne weiter studieren. Zunächst habe ich aber einen Vertrag als Praktikant bei der GTZ in Maputo im HIV/Aids Programm bis Juni 2010. Von meinem Gehalt versuche ich einen Teil für die Registrierung für einen Master in „Development Studies“ an der UNISA zu sparen um meine Universitätsausbildung fortzusetzen. Mal schauen wie da funktioniert. Ich freue mich jedenfalls auf neue Eindrücke aus Praxis und Wissenschaft. Nochmals vielen vielen Dank für eure Hilfe! ….“

Die beiden Lagenser Kirchengemeinden danken allen, die durch ihre Spenden diese Unterstützung ermöglich haben.

 


 

Spendenprojekt: Klinik Cambine Gemeinde sagt Danke!

Mitten in die Vorbereitungen einer Begegnungsreise nach Cambine / Mosambik erreichte die evangelisch-lutherische und die evangelisch-methodistische Kirchengemeinde Lage im Frühjahr ein Hilferuf der Partnergemeinde. Nach langen und heftigen Regenfällen zu Beginn des Jahres wurden einige Gebäude des Gesundheitszentrums Cambine so beschädigt, dass sie auf Grund der unhaltbaren hygienischen Zustände nicht mehr nutzbar waren. Besonders betroffen waren die Untersuchungs- und Behandlungsräume, die täglich von etwa 60 Personen in Anspruch genommen werden und die Entbindungsstation mit dem Schwangerenwohnbereich. Die Entbindungsstation wurde bei einem Arbeitseinsatz der Lagenser Gemeinden 2002 mit Solarlicht versorgt. Viele Kinder wurden dort mittlerweile geboren. Auch nach dem Anschluss Cambines an das Öffentliche Stromnetz Mosambiks im letzten Jahr wurde das Solarlicht wegen der häufigen Stromausfälle und aus Kostengründen weitergenutzt.
Der Kostenvoranschlag für die Reperatur und Renovierung belief sich auf umgerechet 19.000 Euro. In dem Vertrauen auf die Unterstützung durch viele Cambinefreunde, die es in Lage mittlerweile gibt, hatten die beiden Lagenser Kirchengemeinden zugesagt, diese notwendigen Erneuerungsarbeiten finanziell mit 5000 Euro mit zu tragen. Die Evangelisch-methodistische Kirche Deutschlands (EmK) hatte zugesagt, die übrigen 14.000 Euro zu tragen.

Anfang August war es dann soweit: 5.200 Euro waren auf dem Spendenkonto eingegangen!
Pfarrer Kirchhof und Mitglieder der diesjährigen Reisegruppe konnten sich bereits im Juli während des Aufenthaltes in Cambine von den guten Renovierungsarbeiten überzeugen. Sie machen einen sehr guten Eindruck. Immer wieder wurde gedankt für die schnelle und unkomplizierte Hilfe zwischen Partnern.

Herzlichen Dank an alle, die sich an dem Projekt beteiligt haben!

 

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